Die östliche Mittelmeerroute kann im Wesentlichen auf die See- und die Landroute von der Türkei nach Griechenland beschränkt werden. Die Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien war in den letzten Jahren nur in geringem Ausmass von irregulärer Migration betroffen. Hingegen nahm die Zahl der Personen, die von der Türkei aus über Nordzypern in die Republik Zypern gelangten, deutlich zu. 2021 waren es rund 11 000 Personen, erstmals mehr als von der Türkei nach Griechenland gelangten.
Die Migration aus der Türkei in Richtung Griechenland kam im April 2020 faktisch zum Erliegen. Seither liegt die Summe der Anlandungen und Landübertritte meist unter 1000 Personen pro Monat. 2021 gelangten 4100 Migrantinnen und Migranten auf dem Seeweg- und 4700 auf dem Landweg nach Griechenland.
Aufgrund der geringen Anlandungen aus der Türkei, hat sich die Situation in den Unterkünften auf den griechischen Inseln 2021 weitgehend entspannt. Waren Anfang 2020 noch 42 000 Personen dort untergebracht, waren es Anfang 2021 noch 17 000 und Ende 2021 noch rund 3200.
Den Landweg nutzen primär Staatsangehörige der Türkei (2350) und Syriens (670); den Seeweg Staatsangehörige Afghanistans (1000) und Somalias (600)
Für die Migration in Richtung Schweiz war die östliche Mittelmeerroute lange von sekundärer Bedeutung. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Immer mehr Personen, die teilweise vor mehreren Jahren in Griechenland angelandet sind, wanderten 2020 und vermehrt 2021 weiter nach Mitteleuropa. Dabei wurde auch vermehrt die Schweiz zum Zielland.